Ein glücklicher Hund...


Vorab: Hier folgt ein Roman ;) an dessen Ende zur Belohnung Videos warten.

 

Das Ziel eines jeden Welpenbesitzers ist es wohl, einen fröhlichen, charakterstarken und glücklichen Hund aus ihm zu machen. Einer der wichtigsten Schritte dahin ist die Sozialisierung. Von der 8. bis zur 16. Woche ist ein Hund am aufnahmefähigsten und lernt, was positiv oder negativ ist, wie er auf unbekanntes reagieren soll und wie sicher er sich in seiner Umgebung fühlen kann.

 

Yuna ist heute 10 Wochen alt geworden "Happy Birthdayyy" :D und ist somit in der idealen Aufnahmephase. Aus diesem Grund haben wir nach dem gestrigen Ruhetag für den Rest der Woche jeden Tag 1-2 Stunden Sessions geplant. Die werden unserer kleinen Knutschkugel ihre Umwelt näher bringen ihr zeigen was positiv ist (selbst dunkle, laute Müllmänner) und was negativ sein kann (fressen von unidentifizierbaren Materialien).

 

Gestern war unsere Motte seee...eee...eeehr unmotiviert auch nur mehr als 3 Schritte vor die Tür zu setzen. Da dies weder für sie, noch für uns sehr erfüllend war, hat Frauchen sich heute morgen das Apportel (praktisch eine Stiftemappe mit Reisverschluss in die Futter kommt und vom Hund Apportiert werden kann) mit den liebsten Leckerchen bestückt und um 5 Uhr in der Nacht eine "im dunkeln ists doch garnicht sooo schlimm" Spatziergang gemacht. Um 9 Uhr ging es dann zu dritt raus und das Futterdoping zeigte seine Wirkung. Es kracht ein Auto - Futterbeutel raschel - Yuna ist happy und futtert sich die 15 min durch die Nachbarschaft. Zum Abschluss lernt sie noch ein paar Menschen kennen *gähn sind die langweilig* und läuft, statt mit voller Geschwindigkeit zum Hauseingang wie die letzten Tage direkt zu den Resten des Schneemannes der noch auf unserem Rasen steht. Zufriedenheit auf ganzer Linie.

 

Der dicke Batzen Sozialisierung kam dann am Nachmittag. Ein erster Besuch bei Jimdo.

Ans Auto schon gut gewöhnt war die Fahrt recht entspannt. Beim ankommen und Treppen hoch gehen doch recht verunsichert *Wat machen die denn jetzt schon wieder mit mir, hier wohnen wir doch garnicht* war sie äußerst erleichtert oben in der Lounge die Tochter einer Kollegin vor zu finden. Yuna liebt junge Menschen und junge Menschen lieben Flauschehunde, somit war der Einstieg perfekt. Immer mehr Kollegen kamen um zu krabbeln und zu kraulen und Yuna wurde es auch nicht leid. So viel Aufmerksamkeit um ihre Person passte ihr sehr gut ;D.

 

Dann der erste Hundekontakt. Paco unser kleiner Jack Russel kam mit seinem Frauchen und war erst skeptisch, dann entspannt, dann brummig und FABS hatte Yunaschnute eine sitzen. *Mimimimimi ich hab doch garnichts gemacht* verdrückte sie sich erst mal in die sichere Couchecke und verharrte auf nettere Zeitgesellen. Die kamen und durften nachdem sie sich etwas beruhigt hatte selbstverständlich weiter kraulen und Welpenleckerli geben.

 

Für die nächste Hundebegegnung gingen wir auf den Parkplatz - ohne Leine und Territorium lernt es sich doch entspannter kennen. Chloe und Jasmin kamen auch gleich mit runter. Chloe, eine grooooße Schäferhund Mischlings Dame hatte vorher schon den Welpengeruch an meinen Klamotten erschnuffeln können und war sofort dabei. Zur Sicherheit hielten wir Yuna einen Moment auf dem Arm, Chloe schnüffelte vor sich hin und befand das kleine Dingsi für nicht fressenswert sondern bespielenswert. Yuna fand Chloe... einfach nur groß! Etwas schüchtern aber nicht ängstlich setzte sie sich abwechselnd hinter Jasmin oder zwischen Jens und meine Beine und beobachtete. Sie bekam jedes mal einen kleinen Schreck wenn die Riesenhafte mit einem *Spiel mit mir* Hechtsprung angesaust kam, fand die Situation aber total ok.

 

Eigentlich wollten wir hier schon nach hause fahren. Da Madame aber gerade recht guter Dinge war und sich so garnicht müde oder überfordert zeigte beschlossen wir, mit der Aufzug erfahrenen Chloe bis in die erste Etage zu fahren. Dort befindet sich "Yunas Arbeitsplatz" den wir ab Montag besuchen werden. Ich fragte mich ob wir dem Hund aus versehen Valium ins Wasser gekippt hatten, denn auch hier blieb sie recht entspannt.

 

Nach noch mehr Knuddeleinheiten und den Theorien "Das ist doch ein Steiff Kuscheltier." "Nein, die wurde im Trockner mit gewaschen." verabschiedeten wir uns mit einer heiteren, leicht aufgekratzten kleinen Hündin die bis zur Haustür keine weiteren Ängste, Unsicherheiten oder Bedenken wegen knallgeräuschen zeigte.

 

Wie versprochen folgen hier die Videos. Auf dem einen ist sie einfach nur ein glücklicher kleiner Welpe, auf dem anderen seht ihr unsere ersten Apportier Fortschritte ;D

 

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