Es war ein mal ein Mädchen das saubere, trockene Hosen trug.

Seit heute ist das Hamburger Wetter zurückgekehrt. Es nieselt und matscht und ist einfach nur BÄHHHH. Um so mehr freute ich mich heute morgen das "Nicht springen" Training bei Regen abhalten zu dürfen. Grad vor der Tür schaute mich die Schnute schon missmutig an *Bähhhhh das nieselt ja* weshalb wir erst mal ein wenig liefen um sie ans Nass zu gewöhnen. In den Trab gebracht durfte ich schnell feststellen, dass Madame wohl schon relativ gut begriffen hat, das sie MICH nicht anspringen soll. Auf der weiteren Runde - auf dem Bürgersteig, durfte ich dann feststellen, dass diese Erkenntnis wohl ausschließlich für mich verankert ist.

*Hey unsere Nachbarin, die war letztes Mal schon so nett* Wumms hingen die dreckigen Pfoten auf dem Mantel. Dank unserer Hundefreundin war das nicht weiter schlimm "Trocknen lassen und abbürsten, so einfach ist das. Und machen Sie sich keine Sorgen, das lernt sie schon." erwiederte sie. Bei meinem Versuch sie an weiteren Sprüngen zu hindern, kniete ich mich in eine Pfütze - das linke Bein war Nass.

2 Minuten später, wir standen immer noch an der Ecke (Yuna auf halber Leine - 1m), kamen zwei ältere Damen vorbei. Trotz breiter Fläche gingen sie auf Kuscheldistanz und ich konnte garnicht schnell genug sein, da hing meine Motte schon an der einen Lady. Rechtes Knie ging zu Boden - braune Jeans sind jetzt auch modern.

"Da müssen sie mehr aufpassen." Ranzte sie mich an. Ich blieb ruhig weil es ja nix genützt hätte zu diskutieren - klar hätte ich den Hund auch auf 20cm  halten können damit sie sich nicht mehr bewegen kann. Da ergriff die Nachbarin das Wort, schaute mich liebevoll an und sagte erst leise zu mir "Es gibt auch Menschen..." dann laut den Frauen hinterher "...DIE KÖNNEN NICHT MAL SICH SELBST LEIDEN." :D Mensch Yuna, bei der hast du nen Stein im Brett.


Auf der Arbeit lief es heute fabelhaft. Abgesehen von einem misslungenen "Bleib" Versuch der in einer Hundeparty endete :D *Wheyyyy ich hab Freunde* und einem Hechtsprung weil sie einem Bewegungsreiz nachjagen wollte *JAULLL, Mama hat mich erschreckt* hörte Madame trotz vieler Ablenkung und gleich 5 Hunden in unserer Etage 19 von 20 mal auf meine Rufe. Zudem blieb sie stundenlang unangeleint draußen im Umkreis von 3 Metern. Yunamaus, ich liebe dich dafür. Bis du in die Pubertät kommst, wirst du wohl alles können und dann lernen wir es einfach wieder von vorn xD

Jetzt noch ein Ausflug in meine Zukunfts Traumgedanken Welt. Miezemaus liebt Menschen genau so doll wie ihre Mama Mila. Sie ist offen, sanft (mit Welpen Ausnahmen ;D ) gelehrig und würde für mich warscheinlich sogar wortwörtlich ins Feuer springen. Innerhalb von 2-3 Minuten bekomme ich sie aus jedem Aufgedrehtheitszustand zur Ruhe und Entspanntheit, das Trainieren wir jeden Tag. Und mit weiterem guten Training wird sie wohl auch bald lernen, dass man Freunde begrüßen, nicht aber anspringen darf. Mein Traum auf den ich damit hin arbeite ist, das ich unsere Schnute in 2 Jahren als Besuchs oder sogar Therapiehund ausbilden kann. Was so ein Hund dann macht, findet ihr bei den Edoras Aussies sehr schön beschrieben.

 

Schon jetzt hilft mir meine Yunamaus bei meinen leichten Depressionen mit ihrer Knutscheschnute weiter. Wenn ich morgens in ihr Quietschegesicht schaue, kann ich nicht anders als glücklich zu sein. Wo vor 5 Wochen noch jeder erste Gedanke "KAFFE" war und ich mich die ersten 20 Minuten bis dieser anfing zu wirken nichtmal richtig artikulieren konnte xD denke ich nun "Oh Yuna muss mal." :D Mein Pflichtbewusstsein überwindet jede Müdigkeit und die erste Runde Krafttraining (8kg Treppen runter/8kg Treppen rauf) mit zwischenzeitlichen Gesichtswäschen können beginnen. Aber zurück zum Thema. Das was mir unsere kleine Hasenpfote gibt möchte ich gerne auch anderen Menschen weitergeben. Ihre süßen Blicke, ihr weiches Fell und ihre supersüßer rosa Quietschebauch begeistern schon jetzt meine Kollegen und Yuna ist so glücklich geliebt zu werden. Wenn wir es schaffen können, dass sie älteren Menschen oder kranken Kindern wieder ein Gefühl der Freude und ein Lächeln ins Gesicht zaubert, ist für mich ein großes Werk getan. Bis dahin liegt noch ein Mount Everest an Arbeit vor uns, aber ich bin fest entschlossen das wir, sollte sie Spaß daran finden, irgendwann an diesen Punk kommen werden.


Yuna und das Arbeitszimmer:

Ein kleiner Hund folgte Herrchen ins Arbeitszimmer wo auf einem goooooßen Schreibtisch vieeele verbotene Dinge lauerten. Dort waren Scheeeren und Stiiiiifte und wichtige Papiiieeere. Heffftzwecken und Kleeeber, Lineaaale und... ok ihr habts gerafft oder :D

UND ein Luftballon. Das kleine Hundekind stemmte sich auf die Hinterbeine, tapste mit den Vorderpfoten auf dem Tischrand herum und entschied sich nach einigem hin und her wie jedes brafe Kind... für den Luftballon :D

 

 

Aber Yuna, so sitzt doch kein Aussie :D
Aber Yuna, so sitzt doch kein Aussie :D

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